Rote ErnteRote Ernte
von
Dashiell Hammett

Ein Detektiv wird in eine Stadt gerufen, die abschätzig Pissville genannt wird. In dieser Stadt hat ein alter Mann das sagen, der die öffentliche Verwaltung und die Polizei korrupiert hat. Doch da gibt es noch ein paar andere, die gerne auf dieselbe Art und Weise viel Geld "verdienen" möchten.

Kaum ist der Detektiv angekommen, liegt sein Auftraggeber, der Sohn des Alten, tot auf der Straße. Diesen Mord aufzuklären ist keine wirkliche Herausforderung für den Continental Operator. Vielleicht auch deshalb purzeln die Toten ab sofort täglich vor seine Füße.

In dieser Stadt muss aufgeräumt werden! Wie in einem guten Western läuft der Detektiv über die Straßen der Stadt und nimmt nach und nach die Männer ins Visier, die er für die Bösen hält.
Ziemlich zynisch und ohne schlechtem Gewissen, nur sich selbst und seinem neuen Auftraggeber verpflichtet, spinnt der Continental Op seine Netze, in die nach und nach die Gangster der Stadt hineinstolpern ...

Doch da ist noch etwas anderes: Eine Frau. Nicht irgendeine, sondern eine besondere. Und eine mit einer Vergangenheit, die ebenfalls aufgeklärt werden muss ...

Hammetts Sprache ist knapp, treffend, ergreifend, schockierend ... Die Charaktere sind spannend und nie eindimensional, die Stadt ist am Ende des Buches eingegraben in den Kopf des Lesers, so dass man Pissville nicht so schnell vergißt.

Überraschende Wendungen gehören zu Hammett, wie fast zu keinem anderen hard-boiled Autor. Dies ist zwar kein so subtiler Krimi wie der Malteser Falke und oft näher am Western, als am Krimi - doch auch hier ist schon alles enthalten, was zu einem genialen hard-boiled Krimi gehört.

Ein Debüt, das keine andere Wahl lässt, als alles zu lesen, was dieser Autor geschrieben hat!

Rote Ernte - Dashiell Hammett - Diogenes Verlag 1976 - Originalausgabe: Red Harvest 1929

Gelesen 2004 von Cuba Collinson
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